Ratgeber Haushaltsauflösung
Ein fairer Preis braucht einen Blick auf die Räume
Die Frage nach dem Preis kommt meist zuerst. Eine seriöse Antwort gibt es aber erst, wenn klar ist, was genau geräumt werden soll und wie man an die Räume herankommt.
Warum es keinen Preis am Telefon gibt
Viele Menschen möchten vor einer Haushaltsauflösung zunächst wissen, mit welchem Betrag sie rechnen müssen. Das ist verständlich. Trotzdem nennen wir am Telefon keine Preise. Eine Dreizimmerwohnung kann fast leer oder bis unter die Decke gefüllt sein, und ein vierter Stock ohne Aufzug macht mehr Arbeit als eine Erdgeschosswohnung mit Zufahrt bis vor die Tür.
Hinzu kommt, dass viele Haushalte mehr enthalten, als man auf den ersten Blick sieht. Hinter Schranktüren, unter Betten und in Kellerverschlägen steckt oft noch eine Menge, die bei einer Beschreibung am Telefon leicht vergessen wird. Ein Preis, der auf solchen Angaben beruht, wäre für beide Seiten unsicher.
Erst ansehen, dann kalkulieren
Bei der kostenlosen Besichtigung sehen wir, was tatsächlich zu tun ist. Erst danach erstellen wir ein schriftliches Angebot. Diese Reihenfolge schützt Sie vor Nachforderungen, weil der Preis auf einer realen Grundlage steht und nicht auf einer Schätzung aus der Ferne. Wir nehmen uns für die Besichtigung so viel Zeit, wie die Räume verlangen. Ändert sich während der Räumung etwas Wesentliches, sprechen wir das mit Ihnen ab, bevor wir weitermachen.
Für Sie hat das einen weiteren Vorteil. Sie können das Angebot in Ruhe mit Angehörigen besprechen oder mit anderen Angeboten vergleichen, bevor Sie sich entscheiden.
Die Faktoren im Einzelnen
Einige Dinge bestimmen den Aufwand einer Räumung besonders stark. Je genauer wir sie bei der Besichtigung erfassen, desto verlässlicher ist das Angebot. Wir gehen dazu jeden Raum mit Ihnen durch, auch Keller, Dachboden und Garage, und notieren, was mitgenommen wird.
Menge, Zugang und Entsorgung
Am wichtigsten ist die Menge des Räumguts. Dazu kommt die Art der Dinge, denn schwere Massivholzmöbel machen mehr Arbeit als Kartons mit Kleidung. Auch der Zugang spielt eine Rolle. Enge Altbautreppenhäuser, fehlende Aufzüge oder Hinterhöfe ohne Zufahrt verlängern die Wege. Manchmal ist eine Halteverbotszone sinnvoll, die bei der Straßenverkehrsbehörde der Stadt beantragt wird.
Die Entsorgung verursacht ebenfalls unterschiedlich viel Aufwand. Elektrogeräte müssen zu Rückgabestellen, Farben und Chemikalien werden getrennt abgegeben, und belastete Materialien brauchen besondere Sorgfalt.
Zusatzwünsche und besondere Situationen
Manche Auftraggeber möchten, dass wir beim Ausräumen Dokumente aussortieren, andere wünschen eine besenreine Übergabe direkt an den Vermieter. Auch eine stark belastete Wohnung bedeutet mehr Aufwand, etwa weil wir Schutzkleidung tragen. Solche Punkte beschreiben wir im Angebot einzeln, damit Sie sehen, was enthalten ist.
Erwähnen Sie deshalb auch Räume, die man leicht vergisst, etwa einen Kellerverschlag, eine Garage oder einen Schuppen. Was im Angebot nicht beschrieben ist, nehmen wir am Räumungstag nicht einfach mit, ohne vorher mit Ihnen zu sprechen.
Räumen Sie vor der Besichtigung nichts mehr weg, und lassen Sie auch volle Schränke so, wie sie sind. Ein realistisches Bild der Räume ist die beste Grundlage für ein Angebot, das am Tag der Haushaltsauflösung auch stimmt.
Was den Betrag senken kann
Gut erhaltene, verwertbare Gegenstände können wir nach Möglichkeit anrechnen. Dazu zählen zum Beispiel Markenmöbel in gutem Zustand, Werkzeug, funktionierende Geräte oder Sammlerstücke. Die Anrechnung erscheint als eigene Position im Angebot, damit Sie sie nachvollziehen können. Viele ältere Möbel wie Schrankwände haben heute allerdings kaum Marktwert. Das sagen wir Ihnen bei der Besichtigung offen.
Ob sich eine Anrechnung lohnt, lässt sich meist schon beim ersten Termin abschätzen. Wir sehen uns die infrage kommenden Stücke an und sagen Ihnen ehrlich, wie wir sie einschätzen. Persönliche Erinnerungsstücke verwerten wir nicht, auch wenn sie einen gewissen Wert haben könnten.
Ein realistischer Blick schützt vor Enttäuschungen. Wer mit einer hohen Anrechnung rechnet und dann erfährt, dass die Möbel kaum gefragt sind, ist verständlicherweise enttäuscht. Deshalb nennen wir eine Anrechnung nur dort, wo wir sie auch umsetzen können.
Arbeitskosten und Steuer
Die Arbeitskosten einer Haushaltsauflösung können unter Umständen als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a EStG berücksichtigt werden. Üblicherweise sind dafür eine Rechnung mit ausgewiesenen Arbeitskosten und eine Überweisung nötig. Ihre Steuerberatung prüft den Einzelfall.
Bewahren Sie Rechnung und Überweisungsbeleg deshalb gut auf. Teilen sich mehrere Angehörige die Kosten, sollten Sie vorher besprechen, wer den Auftrag erteilt und die Rechnung bezahlt. Auch das kann für die steuerliche Betrachtung eine Rolle spielen.
Mehr zum Ablauf und zu unseren Leistungen finden Sie auf der Seite zur Haushaltsauflösung. Wenn Sie ein Angebot möchten, vereinbaren wir gern einen Termin zur Besichtigung, auch wenn Sie noch nicht genau wissen, wann geräumt werden soll.
Übersicht
Was mit dem Hausrat passiert
Ob etwas bleibt, angerechnet oder entsorgt wird, beeinflusst auch den Aufwand. Die Grafik zeigt, wie wir die Dinge aus einem Haushalt aufteilen.
Häufige Fragen zu den Kosten
Ist die Besichtigung wirklich kostenlos?
Ja. Die Besichtigung und das schriftliche Angebot sind kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden danach in Ruhe, ob Sie uns beauftragen möchten, und gehen mit dem Termin keine Verpflichtung ein.
Kann sich der Preis nach dem Angebot noch ändern?
Das Angebot beruht auf dem, was wir bei der Besichtigung gesehen haben. Stellt sich während der Räumung heraus, dass deutlich mehr zu tun ist, sprechen wir Sie an, bevor wir weitermachen.
Lohnt es sich, vorher selbst etwas zu entsorgen?
Das kann sinnvoll sein, wenn Sie Zeit und die Möglichkeit dazu haben. Sprechen Sie es aber bei der Besichtigung an, damit das Angebot zum tatsächlichen Umfang am Räumungstag passt.
Wird der Wert von Möbeln immer angerechnet?
Nur wenn sich die Gegenstände verwerten lassen. Gut erhaltene Markenmöbel, Werkzeug oder Sammlerstücke kommen dafür eher infrage. Bei vielen älteren Möbeln ist das leider nicht der Fall.
Mehr aus unserem Ratgeber
Kostenlose Besichtigung und unverbindliches Angebot unter 0176 11001112 oder per Nachricht.

