Ratgeber Haushaltsauflösung
Mit einem klaren Plan wird die Aufgabe überschaubar
Eine Wohnung voller Möbel, Erinnerungen und Papiere wirkt zunächst wie ein Berg ohne Anfang. Wer die einzelnen Schritte in die richtige Reihenfolge bringt, gewinnt Ruhe und spart Zeit.
Zuerst den Rahmen klären
Am Anfang einer Haushaltsauflösung steht nicht der erste Karton, sondern ein Datum. Bis wann müssen die Räume leer sein? Bei einer Mietwohnung ergibt sich das aus der Kündigung und dem vereinbarten Übergabetermin, bei einem eigenen Haus oft aus dem geplanten Verkauf. Von diesem Datum aus planen Sie rückwärts. So sehen Sie schnell, wie viel Zeit für das Sortieren in der Familie bleibt und wann die eigentliche Räumung stattfinden sollte.
Rechnen Sie dabei mit mehr Zeit, als Ihnen anfangs nötig erscheint. Das Sortieren eines Haushalts, in dem jemand jahrzehntelang gelebt hat, dauert fast immer länger als gedacht. Jeder Schrank enthält Dinge, über die gesprochen werden will, und nicht jede Entscheidung fällt beim ersten Mal leicht.
Wer entscheidet mit?
Sind mehrere Angehörige beteiligt, sollten Sie früh klären, wer über Möbel und Erinnerungsstücke entscheidet und wer mit dem Räumungsbetrieb spricht. Bei einem Nachlass gilt das umso mehr, denn dann entscheidet die Erbengemeinschaft gemeinsam. Eine Person, die alle Absprachen bündelt, vermeidet Missverständnisse und doppelte Wege.
Klären Sie auch, wer einen Schlüssel braucht. Wer weiter entfernt wohnt, muss nicht zu jedem Termin anreisen, wenn die Zuständigkeiten feststehen. Halten Sie wichtige Absprachen außerdem kurz schriftlich fest, etwa in einer gemeinsamen Nachricht an alle Beteiligten. Das schafft Klarheit, falls später jemand fragt, wo ein bestimmtes Möbelstück geblieben ist.
Sortieren, bevor geräumt wird
Bevor ein Räumungsbetrieb kommt, gehen Sie oder Ihre Familie am besten einmal in Ruhe durch alle Räume. Dabei geht es noch nicht ums Ausräumen, sondern ums Entscheiden. Was soll in die neue Wohnung, was möchten Angehörige haben, was darf gehen? Farbige Klebezettel helfen, damit am Räumungstag niemand raten muss.
Fangen Sie mit den Räumen an, die Ihnen leichter fallen, etwa mit Küche oder Abstellraum. Das Wohnzimmer und das Schlafzimmer mit vielen persönlichen Dingen heben sich viele Familien für den Schluss auf.
Unterlagen zuerst sichern
Verträge, Sparbücher, Zeugnisse und Fotos sollten vor der Räumung aus der Wohnung genommen werden. Oft liegen sie verstreut in Schubladen, Schränken oder Kartons auf dem Dachboden. Nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit, denn manches taucht erst beim zweiten Blick auf.
Finden wir beim Ausräumen trotzdem noch Dokumente oder Fotos, legen wir sie zur Seite und übergeben sie Ihnen. Das gilt auch für Briefe und kleine Erinnerungsstücke, die zwischen anderen Dingen auftauchen.
Was mit dem Rest passieren kann
Für viele Dinge gibt es mehr Möglichkeiten als die Entsorgung. Manches nehmen Freunde oder Nachbarn gern, anderes lässt sich verschenken. Gut erhaltene, verwertbare Stücke können wir nach Möglichkeit auf den Preis anrechnen. Was danach übrig bleibt, nehmen wir mit und sortieren es für die fachgerechte Entsorgung.
Machen Sie vor der Haushaltsauflösung ein paar Fotos von den Räumen. Sie helfen bei Absprachen mit Angehörigen und halten den Zustand vor der Räumung fest.
Besichtigung, Angebot und Räumungstag
Sobald feststeht, was bleiben soll, vereinbaren Sie eine Besichtigung. Wir sehen uns alle Räume an, auch Keller, Dachboden und Garage, und klären Zugang, Etage und Parkmöglichkeit. Danach erhalten Sie ein kostenloses, schriftliches Angebot mit klarer Leistungsbeschreibung. Verwertbare Gegenstände setzen wir dort sichtbar als Anrechnung an.
Sprechen Sie bei diesem Termin auch Besonderheiten an, etwa sehr schwere Einzelstücke, alte Farbeimer im Keller oder einen Dachboden, der nur über eine schmale Treppe erreichbar ist. Je mehr wir vorher wissen, desto besser passt das Angebot zum tatsächlichen Aufwand.
Was am Tag der Räumung passiert
Am vereinbarten Termin bauen wir Möbel ab, tragen alles hinaus und sortieren das Räumgut für die Entsorgung. Zum Schluss fegen wir die Räume aus. Sie können dabei sein, müssen es aber nicht. Wenn sich unterwegs etwas ändert, etwa weil im Keller mehr steht als gedacht, sprechen wir Sie an, bevor wir weitermachen.
Nach der Räumung
Ist die Wohnung leer und ausgefegt, folgt die Übergabe an Vermieter oder Käufer. Bei Mietwohnungen wird dabei meist ein Protokoll erstellt, in dem Zustand, Schlüssel und Zählerstände festgehalten werden. Melden Sie Strom erst ab, wenn die Räumung abgeschlossen ist, denn Licht im Keller und auf dem Dachboden erleichtert die Arbeit.
Wie wir eine Haushaltsauflösung im Einzelnen angehen, lesen Sie auf unserer Leistungsseite. Ihre Fragen beantworten wir gern bei der Besichtigung, ganz gleich, ob es um einzelne Möbel oder um den ganzen Zeitplan geht.
Übersicht
Welchen Weg der Hausrat nimmt
Nicht alles aus einem Haushalt geht denselben Weg. Die Grafik zeigt, wie wir die Dinge bei einer Haushaltsauflösung aufteilen.
Häufige Fragen zum Ablauf
Wie viel Vorlauf sollte ich einplanen?
Das hängt von Ihrem Übergabetermin und unserer Auslastung ab. Oft ist ein Termin auch kurzfristig möglich. Planen Sie aber genug Zeit ein, damit die Familie vorher in Ruhe sortieren und Unterlagen sichern kann.
Muss die Wohnung vor der Besichtigung aufgeräumt sein?
Nein. Wir möchten die Räume so sehen, wie sie sind. Nur so können wir Menge und Aufwand realistisch einschätzen und ein Angebot erstellen, das am Räumungstag auch passt.
Kann ich einzelne Möbel selbst behalten?
Ja, natürlich. Markieren Sie einfach, was bleiben soll, oder stellen Sie es in einen Raum, den wir nicht räumen. Bei der Besichtigung halten wir fest, welche Dinge nicht mitgenommen werden.
Wie lange dauert die eigentliche Räumung?
Das lässt sich erst nach der Besichtigung sagen. Die Größe der Wohnung, die Menge des Hausrats und der Weg über Treppen oder Aufzug spielen dabei eine Rolle. Den Zeitrahmen nennen wir Ihnen mit dem Angebot.
Mehr aus unserem Ratgeber
Kostenlose Besichtigung und unverbindliches Angebot unter 0176 11001112 oder per Nachricht.

